Chronik

Chronik…

… der psychoanalytischen Institutionen in Frankfurt am Main

Die Tradition der Psycho­analyse in Frankfurt reicht bis in die 1920er-Jahre zurück.

Oktober 1926 
Eine Gruppe von Wissenschaftlern gründet in Frankfurt eine ­psychoanalytische ­Arbeitsgemeinschaft.

Februar 1929
Aus der Arbeitsgemeinschaft geht das Frankfurter Psychoanalytische Institut (FPI) hervor.

August 1930
Die Stadt Frankfurt verleiht Sigmund Freud den Goethepreis. Seine Tochter, Anna Freud, nimmt die Auszeichnung entgegen.

1933
Nach der Machtergreifung der National­sozialisten wird das FPI aufgelöst. Den meisten Institutsmitgliedern ­gelingt die Emigration. Karl Landauer stirbt 1944 im Konzentrations­lager Bergen-Belsen.

Mai 1956
Anlässlich des 100. Geburtstags von Sigmund Freud organisieren Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Alexander Mitscherlich eine international ­besetzte Vortragsreihe.

1959
Das Institut und Aus­bildungszentrum für ­Psychoanalyse und ­Psychosomatik wird ­gegründet und im ­Folgejahr offiziell eröffnet. Erster Direktor wird Alexander ­Mitscherlich.

1964
Das Zentrum wird umbenannt in Sigmund-Freud-Institut (SFI) und bezieht einen Neubau im Frankfurter Westend.

1972
In den Räumen des SFI wird eine zweite Einrichtung eröffnet – das Institut für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Februar 1982
Der Fachbereich Psychologie der Johann Wolfgang Goethe-
Universität Frankfurt verleiht Anna Freud die Ehrendoktorwürde.

1985
Das SFI feiert 25-jähriges Jubiläum.

Januar 1995
Das SFI wird in eine Stif­tung des öffentlichen Rechts umge­wandelt und konzentriert sich ausschließlich auf Forschungsauf­gaben. Frankfurter Analytiker gründen das Frank­furter Psychoanalytische Institut, das die Weiterbildung zum Psycho­analytiker übernimmt. Sie benennen es nach dem alten Institut. ­Damit wollen sie seinen Gründungsmitgliedern Respekt zollen und die Erinnerung an ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten wach halten.