Dr. phil. Susanne Benzel

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt

Sigmund-Freud-Institut
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main
Raum 1.03

Telefon 069 971204 – 116
Telefax 069 971204-4
E-Mail benzel
(at)sigmund-freud-institut.de

 

Portrait

Seit 2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sigmund-Freud-Institut

2013-2016
Promotion zur Bedeutung des Körpers bei jungen Frauen mit selbstverletzenden Handlungen. Eine adoleszenztheoretisch-biographische Analyse. Betreut von Prof. Dr. Vera King; gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

2013-2015
Akademische Tutorin in diversen Seminaren am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg

2007-2012
Diplom-Studium Erziehungswissenschaften, Nebenfächer Psychologie und Soziologie, Wahlpflichtfach (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie, Eberhard Karls Universität, Tübingen

Forschungsschwerpunkte

  • Adoleszenz- und Jugendforschung
  • Migration und Flucht
  • Psychische und soziale Folgen von Digitalisierung
  • Generations- und Biographieforschung
  • Methoden qualitativer Sozialforschung

Forschungsprojekte

Promotionskolleg: Psychosoziale Folgen von Migration und Flucht ‒ generationale Dynamiken und adoleszente Verläufe

Laufzeit: Projektbeginn 12/2018-11/2021
Förderung:
Hans-Böckler-Stiftung
Leitung: 
Prof. Dr. Vera King (SFI & Goethe-Univ. Ffm), Prof. Dr. Patrick Meurs
(SFI Ffm. & Univ. Kassel), Prof. Dr. Heinz Weiß (SFI Ffm. & RBK Stuttgart)
in Kooperation mit Prof. Dr. Hans-Christoph Koller (Univ. Hamburg)
Koordination: Dr. Susanne Benzel

Das Promotionskolleg zielt auf die transdisziplinäre Erforschung der psychosozialen Folgen
von Migration und Flucht angesichts prekärer gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
Gegenstand der qualitativen Untersuchung bilden insbesondere Familienbeziehungen,
adoleszente Entwicklungen und Generationendynamiken im Kontext von Flucht und Migration. Promotionsprojekte sind möglich in Soziologie und Sozialpsychologie, in
erziehungswissenschaftlicher Erforschung von Bildungsbiographien, in Kinder- und
Jugendpsychologie sowie in klinischer Psychoanalyse und Medizin/Psychosomatik.


Geschlechtstypische adoleszente Selbst- und Körperdarstellungen in Social Media

Laufzeit: 15.10.2017-15.4.2018
Förderung: Gleichstellungsbüro der Goethe-Univ. + Dekanat des FB 03, Förderlinie ‚kleine Genderprojekte‘ zur Nachwuchsförderung
Wiss. Leitung: Prof. Dr. Vera King, Dr. Susanne Benzel, unter Mitwirkung von Simone Rassmann, den stud. Hilfskräften Jana Kim und Arthur Polunin sowie Tamara Schwertel und Laila Hamdi (Praktikantinnen)

Die Studie zielte auf die Untersuchung von geschlechterbezogenen Selbst- und Körperdarstellungen Adoleszenter in Social Media. Von besonderem Interesse sind dabei die Spannung zwischen Erweiterung und Normierung von Kommunikationsspielräumen im Zuge der Digitalisierung sowie die Relationen von Online-Selbst- und Körper-Darstellungen einerseits und Offline-Darstellungen andererseits aus der Sicht der Jugendlichen. Dazu wurden Selbst- und Körperdarstellungen in Social Media u.a. mit Blick auf folgende Fragestellungen untersucht: Wie stellen sich weibliche und männliche Heranwachsende in Social Media dar und welche Visualisierungsstrategien wenden sie dabei an? In welcher Weise stehen Visualisierungs- und Darstellungspraxen mit Anerkennungsdynamiken in Verbindung? Wie werden darüber adoleszenzspezifische Entwicklungsthemen bearbeitet?


Die Bedeutung des Körpers bei jungen Frauen mit selbstverletzenden Handlungen.
Eine adoleszenztheoretisch-biographische Analyse.

Laufzeit: 2013-2016
Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung

Ziel des Forschungsprojektes war es die psychosoziale Bedeutung des Körpers bei jungen Frauen mit selbstverletzenden Handlungen unter Berücksichtigung der biographischen Gesamtformung aus einer adoleszenztheoretischen Perspektive zu untersuchen. Dabei wurden die adoleszenzspezifischen psychophysischen und sozialen Entwicklungsthemen sowie die psychischen Integrationsanforderungen des verändernden weiblichen Körpers in ihren Krisenpotenzialen systematisch in die Analyse von selbstverletzenden Handlungen einbezogen. Untersuchungsleitende Fragestellungen zielten auf die Funktion der selbstverletzenden Handlungen, die Bedeutung welche dem Körper dabei zukommt, das Erleben der puberalen Veränderungen und die Bewältigung derselben sowie die Bedeutung des weiblichen Körpers im biographischen Verlauf. Mittels einer qualitativen Forschungsstrategie wurden narrativ-biographische Interviews geführt, welche mit einer Methodentriangulation aus dem Szenischen-Verstehen und der Sequenzanalyse ausgewertet wurden mit dem Ziel verallgemeinerbare Typen zu bilden.

Vorträge (Auswahl)

10/2018: Vortrag gemeinsam mit  Prof. Dr. Vera King bei der Tagung der DGfZP und des DJI zum Thema: ‚Jugendzeit. Fremdbestimmt selbstständig‘. Deutsche Gesellschaft für Zeitpolitik (DGfZP) und Deutsches Jugendinstitut (DJI), Ort: Deutsches Jugendinstitut, Nockherstraße 2, München.

06/2018:  Input und Diskutantin im Rahmen des interdisziplinären Forschungs-Workshop: Psychoanalyse trifft auf Social Media. International Psychoanalytic University, wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Elfriede Löchel.

04/2018: Vortrag: ,Die Bedeutung des Körpers bei Selbstverletzungen in der weiblichen Adoleszenz. Eine biographische Analyseʻ. Vortragsreihe: ‚Adoleszenz heute – zwischen sozialen Risiken und neuen Möglichkeitsräumen‘. FAPP, Sigmund-Freud-Institut.

03/2018: Poster-Präsentation: Promotionskolleg zu Psychosozialen Folgen von Migration und Flucht ‒ generationale Dynamiken und adoleszente Verläufe, im Rahmen der DPV-Frühjahrstagung an der Goethe Universität Frankfurt a.M.

01/2018: Vortrag: ,Psychoanalytische Perspektiven in der Adoleszenzforschung – exemplarische Studie zu Selbstverletzungen bei jungen Frauenʻ. Seminar zu Psychoanalyse und Sozialforschung, Prof. V. King, Univ. Frankfurt am Main.

03/2017: ,Körperszenen – Selbstverletzungen in der Adoleszenz. Ein Fallbeispielʻ. Vortrag im Panel ‚Autodestruktivität und Borderline in der Adoleszenz‘ auf der Tagung ‚Adoleszenz in einer Welt der Risiken‘ vom 03.-05.03.2017 in Frankfurt am Main

09/2015: Vortrag: ,Selbstverletzungen in der Adoleszenz. Der weibliche Körper und das Fremdeʻ im Rahmen der 4. Psychoanalytischen Herbstakademie der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Bildungs- und Transformationsforschung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften, Universität Hamburg zum Thema: „Das Fremde im Kopf“

07/2014: Poster-Präsentation: ,Die Bedeutung des Körpers bei jungen Frauen mit selbstverletzendem Verhalten. Eine adoleszenztheoretisch-biographische Analyseʻ. 10. Berliner Methodentreffen.

04/2014: Vortrag: ,Die Bedeutung des Körpers für weibliche Adoleszente mit selbstverletzendem Verhalten im Spiegel der Biographieʻ. Vortrag und Diskussion auf dem interdisziplinären Workshop zu Biographie und Geschlecht in Köln.

Tagungs- und Workshoporganisation, Panelmoderation

04/2015: gemein. mit Dr. Anja Wilhelmi: Ausrichtung des zweitägigen interdisziplinären Workshops für Nachwuchswissenschaftler/innen zum Thema: „Biographie und Geschlecht aus intersektionaler Perspektive“ an der Universität Hamburg. Gefördert durch den Frauenförderungsfonds der Universität Hamburg.

06/2014: Panelmoderation im Rahmen der Fachtagung: „Potenzial, Vielfalt oder hinderliches Defizit? Dimensionen sozialer Ungleichheit und ihre Bedeutung für die Karrierewege von Wissenschaftler_innen“ Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, Hans-Böckler-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung

Förderungen (Auswahl)

08/2017-07/2018        Stipendiatin im Starthilfeprojekt (Koop. AFI und SFI).

09/2016 – 08/2017     Kofinanzierung einer halben Post-Doc-Stelle durch die Hans-Böckler-Stiftung

02/2013 – 06/2016     Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung

04/2015                             Förderung aus dem Frauenförderungsfonds der Universität Hamburg zur
Finanzierung eines interdisziplinären Workshops

Publikationen (Auswahl)

King, V., S. Benzel (2017): Adoleszenz: Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsensein. In: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung, hrsg. von B. Kortendiek, B. Riegraf, K. Sabisch, Springer VS, S. 1-8.

Benzel, S.; King, V.; Schreiber, J. (2017): Sexualität als Medium der Identitätssuche im Film ‚Liebesleben‘ von Maria Schrader (nach dem Roman von Zeruya Shalev). In: Laszig, P. und L. Gramatikov (Hg.): Lust und Laster – Was uns Filme über das sexuelle Begehren sagen. Springer VS, S. 203-219.

Lehre

WiSe 2017/18
Mitarbeit im Seminar von Prof. Dr. Vera King: „Psychoanalyse und Sozialforschung“ (MA Soziologie, Univ. Frankfurt/M.)

SoSe 2017
Mitarbeit im Seminar von Prof. Dr. Vera King: „Migration und Generation. Theoretische Perspektiven und empirische Zugänge“ (BA Soziologie, Univ. Frankfurt/M.)

Mitarbeit im Kolloquium von Prof. Vera King: „Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie“ (BA + MA Soziologie, Univ. Frankfurt/M.)

WiSe 2016/17
Mitarbeit im Seminar von Prof. Dr. Vera King: „Jugend – Körper – Social Media. Theoretische Perspektiven und empirische Zugänge“ (BA Soziologie, Univ. Frankfurt/M.)

SoSe 2015
Akad. Tutorin für das Seminar von Prof. Dr. Vera King und Prof. Dr. Hans-Christoph Koller: „Komplexe Methoden qualitativer empirischer Untersuchungen: (Selbst)Inszenierung und Narration sowie Analysen literarischer Texte im Kontext von Bildungs- und Sozialisationsforschung“ (MA Erziehungswissenschaften, Univ. Hamburg)

WiSe 2014/15
Akad. Tutorin für das Seminar von Prof. Dr. Vera King: „Jugend in Bild und Film“ (BA Erziehungswissenschaften, Univ. Hamburg)

SoSe 2014
Akad. Tutorin für das Seminar von Prof. Dr. Boris Zizek: „Komplexe Methoden qualitativer empirischer Forschung“ (MA Erziehungswissenschaften, Univ. Hamburg)

WiSe 2013/14
Akad. Tutorin für das Seminar von Prof. Dr. V. King: „Körperbilder und kulturelle Praktiken“ (BA Erziehungswissenschaften, Univ. Hamburg)