Mit großer Anteilnahme nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Robert N. Emde

Robert N. Emde (1935-2021) war ein brillanter Psychoanalytiker, Entwicklungspsychologe und Forscher. Neben seinen konzeptionellen Arbeiten u.a. zum Konzept der „Emotional Availability“ im psychotherapeutischen Setting war er federführend am USA weiten „Early Head Start“ Programm für Kinder aus sozial benachteiligten Familien beteiligt und wurde u.a. als Ehrenpräsident der WAIMH für sein Lebenswerk geehrt.

Dem Sigmund-Freud-Institut war er über viele Jahre als Berater und Mentor eng verbunden. Mit seinem reichhaltigen psychoanalytischen Wissen und seinem profunden Forschungs-know-how hat er mit unermüdlichem Engagement viele unserer Praxis-Forschungs-Projekte zur Frühprävention von Kindern (u.a. das „Erste Schritte“ Projekt für Kleinkinder mit Migrationshintergrund) und deren Familien unterstützt und begleitet. Für diese Unterstützung wollen wir Robert N. Emde unsere große Anerkennung und unseren tiefen Dank aussprechen.

Auch dem belgischen Zentrum für analytische Kinderpsychotherapie und entwicklungsorientierte Interventionen der Universität Leuven war Robert N. Emde sehr verbunden. Kultursensible Präventionsarbeit und Forschung zur affektiven Entwicklung von Kindern oder deren Veränderung im Laufe einer Kindertherapie lagen ihm sehr am Herzen. So begleitete und unterstützte er beispielsweise Untersuchungen mit dem I FEEL Pictures Test zu normalen und problematischen Entwicklungsverläufen der Emotionsregulation.

Auch die aktuelle Forschung am SFI zur Interpretation von Affekten als Teilprozess der Emotionsregulation in unterschiedlichen klinischen Gruppen von Kindern und Jugendlichen und deren Veränderungen im Zuge einer Kindertherapie für bindungstraumatisierte Kinder begleitete er mit großem Interesse.

Wir werden ihn stets in besonderer Erinnerung behalten.

Die Mitarbeitenden des Sigmund Freud Instituts